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Psychologie der Sterbebegleitung und Trauerarbeit

Am 8. Dezember 2015 ist das neue Gesetz zur Verbesserung der Hospiz-und Palliativversorgung in Deutschland in Kraft getreten. Sterbenden Menschen soll damit ein würdiges und selbstbestimmtes Leben auch in ihrer letzten Lebensphase ermöglicht werden. Im SGB V § 132g Abs. 3 SGB V haben Versicherte einen Anspruch auf eine individuelle Beratung zu den Hilfen und Leistungen der Hospiz- und Palliativ-versorgung und auf eine psychosoziale und seelsorgerische Betreuung (Sterbebegleitung).

In unserer Gesellschaft gibt es keine verbindliche Form für den Umgang mit dem Sterben und dem Tod. Aus Unsicherheit und Angst vor dem eigenen Tod wird das Thema gerne verdrängt und in den Hintergrund geschoben. Für MitarbeiterInnen in Pflegeberufen und sozialen Einrichtungen ist das nicht möglich. Sie sind direkt mit sterbenden Menschen und oft auch mit deren Angehörigen konfrontiert, während sie gleichzeitig von ihrer eigenen Unsicherheit, von Mitgefühl mit dem Sterbenden oder den Angehörigen und von tiefer Trauer berührt werden. Für Pflegeberufe bedeutet dies eine hohe emotionale Herausforderung, die zu persönlicher Belastung und Überforderung führen kann.

Die Fortbildung „Psychologie der Sterbebegleitung und Trauerarbeit“ dient richtet sich an Menschen, die berufsbedingt mit dem Sterben zu tun haben oder eine Trauer- und Sterbebegleitung anbieten möchten. Die TeilnehmerInnen werden geschult, den Sterbe-Prozess und die ihn begleitenden Gefühle zu bewältigen, die emotionale Belastung zu tragen und für den Sterbenden eine mitfühlende Begleitung zu sein. Gleichzeitig lernen Sie unterschiedliche Rituale und Möglichkeiten kennen, durch die eine sanfte Sterbebegleitung ermöglicht wird, aber auch Wege zu einem verständnisvollen Umgang mit Angehörigen und deren Trauerbewältigung. Wir bieten mit dieser Fortbildung Pflegepersonal und Betreuungskräften die Möglichkeit, sich auf eine fundierte, überkonfessionelle Sterbefürsorge vorzubereiten.

Zielgruppe

MitarbeiterInnen in Betreuungs- und Pflegeberufen, sozialen Einrichtungen, Hospizen, Seelsorge, Krisendiensten; selbständige Trauer- und SterbebegleiterInnen und Interessierte.

Teilnahmevoraussetzungen

  • Erfahrungen im Praxisfeld Trauer
  • Bereitschaft zur Selbsterfahrung
  • Respekt vor Menschen verschiedener Weltanschauungen
  • Keine akuten psychiatrischen Erkrankungen

Umfang der Ausbildung

Die einjährige Weiterbildung umfasst 240 Unterrichtsstunden Theorie und erstreckt sich über 15 Module. (jeweils 2 Tage samstags und sonntags). Mit allen Teilnehmenden finden in regelmäßigen Abständen Einzelsupervisionen statt.

Zertifizierung

Nach erfolgreichem Abschluss (regelmäßige Teilnahme, Erstellung einer Abschlussarbeit, Bestehen des Abschlusskolloquiums) erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat der LEB. Darüber hinaus kann das Zertifikat über die „Große Basisqualifizierung Trauerbegleitung“ des BV Trauerbegleitung erworben werden.

Inhalte

    • Psychologie des Sterbens
    • Die erste Phase des Sterbeprozesses
    • Die zweite Phase des Sterbeprozesses
    • Der persönliche Lebensprozess - Biografisches Teil 1 + 2
    • Die dritte Phase des Sterbeprozesses
    • Der Vergebungsprozess
    • Die vierte Phase des Sterbeprozesses
    • Trauerbegegnung und Trauerbegleitung
    • Trauerarbeit mit Angehörigen
    • Sterbebegleitung in Ausnahmesituationen
    • Die Helferpersönlichkeit
    • Der Tod als Wandlungsprozess
    • Abschluss-Kolloquium, Präsentation der Arbeiten

Gerne senden wir Ihnen eine ausführliche Lehrgangsbeschreibung per Mail zu.

Termine: 

Einführungswochenende: 23./24.03.2019
Kursbeginn: 15.06.2019

Referent*innen Jean-Paul Beffort, Psychologischer Berater, Gestalttherapeut, Sterbebegleiter
Sabine Bente, Bestattungsmeisterin und Gastdozenten
 Kursgeühren:  2.100 Euro (zzgl. Einzelsitzungen und Supervision (65 Euro/1,5 Stunden); 
zzgl. Unterkunft und Verpflegung),
Eine Ratenzahlung ist nach vorheriger Absprache möglich.
 Veranstaltungsort: LEB-Seminarraum, Am Bremer Dreh 1, 49406 Barnstorf
 Info und Anmeldung:  LEB Barnstorf, Tel. 05442 – 2824 oder nienburg@leb.de